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Unser tägliches Gift...

Letzten Mittwoch waren sie endlich da. Die Stare machten sich wie jedes Jahr über die noch verbliebenen Weintrauben vor meinem Büro her. Waren es vor einigen Jahren noch hunderte, habe ich letzte Woche gerade mal 11 Vögel gezählt.

Durch veränderte Umweltbedingungen werden den meisten Arten die Lebensgrundlagen entzogen. Mit einem Blick in den Spiegel können wir jeden morgen die Verursacher sehen. Durch Klimawandel und industrielle Form der Landwirtschaft mit Monokulturen und Gifteinsatz stressen wir unsere Mitbewohner immer mehr.

Es sieht schlecht aus mit dem Erhalt der Schöpfung. Mit einem Antrag im Gemeinderat, auf Verzicht von Ackergiften auf städtischen Pachtflächen, versuchen wir die Situation für unsere Mitwelt etwas zu verbessern. Nach Gesprächen mit  Verwaltung und Ettlinger Landwirten sind wir vorsichtig optimistisch, dass wir mit unseren Argumenten Gehör gefunden haben und auf dem schwierigen Weg - für uns und die vielen Arten - zumindest mit kleinen Schritten vorangehen können.

Gerhard Ecker Stadtrat und Ortschaftrat Ettlingenweier

Über den Autor
Gerhard Ecker
Autor: Gerhard Ecker
aus Ettlingenweier, geb. 1954, Physiker, Mitglied des Gemeinderates Freie Wähler Ettlingen