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Wir selbst sind unser größter Feind

Vor 3 Wochen beschloss der Gemeinderat, gegen die Bauplanung von Windkraft am Kreuzelberg juristisch vorzugehen. Der politische Konflikt heißt: Artenschutz gegen Klimaschutz und Wirtschaft. Konflikte mit Artenschutz gibt es täglich.

Industrialisierte Landwirtschaft hat maschinengerechte Anbauflächen. Feldhecken werden entfernt und damit die Rückzugsgebiete der Feldbewohner: Feldhase und Feldlerche sind fast ausgerottet. Derartige Landwirtschaft zerstört die Lebensräume. Daß Monokulturen möglichst ertragreich sind, wird gegen unerwünschte Pflanzen und Tiere Chemie eingesetzt. Pflanzen die nicht der Landwirtschaft, sondern Tieren dienen werden als Unkräuter weggespritzt. Durch die Vernichtung werden auch Bienen und andere Insekten entfernt; die Nahrung der Vögel, die dann mangels Futter auch verschwinden.

Sind wir nicht froh, daß durch die Mückenbekämpfung am Altrhein die Mückenplage endet? Schwalben verschwinden mit den Mücken; jede Schwalbe frißt pro Jahr 250.000 Mücken – ohne Mücken keine Schwalben. Durch ähnliches Verhalten gingen seit 1980 ca. 80% der einheimischen Vögel verloren. Das ist dramatisch.

Als Fraktion wollen wir diese Entwicklung in Ettlingen stoppen. Zu lange haben wir alle nach dem Motto gelebt: Ich mache mir die Welt, wie sie mir gefällt. Der Club of Rome hat zu seinem 50. Jahrestag betont: Wir Menschen sind das Problem der Welt.

Herbert Rebmann , FE & FW - Fraktion

Über den Autor
Herbert Rebmann
Autor: Herbert Rebmann
Geb. 1961, 3 Kinder, Rechtsanwalt, stellvertretender Vorsitzender von FE. Von 2004 bis 2009 Mitglied des Gemeinderates und des Kreistages, seit 2016 wieder Mitglied des Gemeinderates. "Ich möchte konsequent Unternehmen mit sicheren Arbeitsplätzen ansiedeln, um weiter in Krippen, Kindergärten und Schulen für unsere Kinder investieren zu können. Deshalb dürfen wir unsere knappen Gewerbegrundstücke nur an Betriebe vergeben, die dauerhaft neue Arbeitsplätze in Ettlingen schaffen."