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Besser spät als nie!

In der letzten Gemeinderatssitzung brachten Freie Wähler und FE die Überlegung ein, dass der geplante Kindergarten am Gatschinapark energetisch besser isoliert werden sollte. Besser zumindest als es der „Standard“ bei Fernwärmeversorgung vorsieht. Hintergrund ist die sogenannte EU-Richtlinie, die mit erneut verschärften Energieeinsparungen bereits 2019 erwartet wird.

Leider stieß die Anregung auf kein positives Echo, weil die Mehrkosten kaum greifbar seien und dies keine Vorgabe bei der Ausschreibung der Architektenplanung 2016 gewesen sei. Kritisiert wurde der späte Zeitpunkt der Eingabe.

Als Zuhörer fragt man sich nun, wieso solche zentralen Fragestellungen nicht umgekehrt von den sich bewerbenden Architekten eingebracht werden? Und sollte man daher nicht dankbar sein für entsprechende Anregungen durch GR-Mitglieder?

Im gegenwärtigen Planungsstand sind alle genannten Kosten noch sehr vorläufig. Die Frage ist also, ob ein Mehr an Isolation (gegenüber dem Standard) und Wärmerückführung sich tatsächlich gravierend bei den Kosten bemerkbar machen wird?

Dies vor dem Hintergrund einer ca. 80 jährigen Nutzungsdauer und Zusatzkosten bei einer späteren Sanierung. Man überlege sich nur, welche Kosten sich durch 10% weniger Energie über 80 Jahre einsparen ließen...

Wir von FE begrüßen es, dass die energetischen Maßnahmen und Mehrkosten für den Kindergarten am Gatschinapark neu geprüft werden.

Dr. Jörg Friedrich für die FE-Fraktion

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Dr. Jörg Friedrich
Autor: Dr. Jörg Friedrich