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Hochwasserschutz hat Priorität

Der kürzlich extrem niedrige Wasserpegel der Alb darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass bei verändertem Klima und zunehmenden Starkregen Hochwasserschutzmaßnahmen im Albtal für Ettlingen und Karlsruhe Priorität haben. Beide Städte bilden eine Planungsgemeinschaft.

Der Zeitplan: 2007 lagen sieben Planungsvarianten vor und das Verfahren zur Untersuchung und Abstimmung mit Behörden und Naturschutzverbänden begann. 2018 soll eine Vorzugslösung vorgelegt werden und 2018 bis 2020 das Planfeststellungsverfahren laufen.

2021 sind Ausschreibung und Vergabe, 2022 der Baubeginn (Bauzeit 2 bis 3 Jahre) geplant. Es sind komplizierte Berechnungsmethoden, das komplexe Verfahren, veränderte Rechtsgrundlagen, neue wissenschaftliche Erkenntnisse und die Berücksichtigung der Belange aller Beteiligten, die viel Zeit kosten. Das Rückhaltebecken im Albtal (sieben Meter hoher Damm!) ist ein erheblicher Eingriff, der mit naturfördernden Maßnahmen auszugleichen ist.

Der Ausschuss für Umwelt und Technik wurde jüngst von der Verwaltung über den Sachstand informiert. Neue Berechnungen hätten ergeben, dass eine ankommende Hochwasserwelle der Alb mehr Wasser bringe, als bisher angenommen. Mit höherer Durchleitungsmenge wäre zwar das Problem für Ettlingen behoben, die Überschwemmungsgefahr für Karlsruher bleibt aber groß, da dort eine höhere Durchleitungsmenge nicht möglich ist. Also muss das Rückhaltevolumen erhöht werden.

FE fordert, dass der jetzt vorgelegt Zeitplan zwingend eingehalten wird, um „böse“ Überraschungen zu vermeiden.

Sibylle Kölper, Fraktionsvorsitzende

Über den Autor
Sibylle Kölper
Autor: Sibylle Kölper
Zur Person: Geb. 1955, verheiratet, 4 Kinder, Kauffrau,wohnhaft in Ettlingen seit 1980, Hobby: Nordic walking, Wandern, seit 2004 FE-Gemeinderätin in Ettlingen, seit 2014 Vorsitzende der FE-Fraktion. "Ich möchte mich dafür einsetzen, dass die Stadt die hier ansässigen Firmen noch mehr unterstützt und Neuansiedlungen fördert, um so wohnortnahe Arbeitsplätze zu erhalten und zu schaffen. Dies unterstützt auch berufstätige Mütter und Alleinerziehende in Ettlingen."