logo

FE: Voraussetzung für Windenergie ist Wind

Laut Windenergieerlass sind die Belange des Ausbaus der Windenergie und des Klimaschutzes mit den Belangen des Natur- und Landschaftsschutzes in einem Abwägungsprozess zu gewichten. Die Windhöffigkeit ist für eine nachhaltige Energieerzeugung ebenfalls von Belang für einen Standort und daher bei der Abwägung zu berücksichtigen. FE meint: Windkraftanlagen (WEA) sollen bevorzugt dort aufgestellt werden, wo es genügend Wind gibt.

Wie ist die Situation in Ettlingen? Der Kreuzelberg liegt 374 Meter hoch, bei einer Windhöffigkeit an der unteren Grenze. Zum Vergleich: Der Windpark Simmersfeld im Nordschwarzwald (850 Meter) hat in den letzten Jahren nur die Hälfte des erwarteten Stromertrages erwirtschaftet. Es ist nicht zu erwarten, dass der Windertrag am Kreuzelberg höher ausfällt. Deshalb ist es aus Sicht von FE ratsam, in Ettlingen anderen regenerativen Energieformen den Vorrang zu geben, die in Wohngebietsnähe sinnvoller genutzt werden können, z.B. Photovoltaikanlagen.

Mit dem Nein des Gemeinderates zum Kreuzelberg ist die Energiegewinnung aus Windkraft in Ettlingen keineswegs für immer tabu. Für den Fall, dass sich die WEA-Technik so sehr weiter entwickelt, dass trotz unserer geringen Windhöffigkeit nachhaltig Energie erzeugt werden kann und die jetzigen Störfaktoren entfallen, hat die Stadt immer noch Handlungsfreiheit und kann auch nachträglich Flächen ausweisen.

Sibylle Kölper, Fraktionsvorsitzende

Über den Autor
Sibylle Kölper
Autor: Sibylle Kölper
Zur Person: Geb. 1955, verheiratet, 4 Kinder, Kauffrau,wohnhaft in Ettlingen seit 1980, Hobby: Nordic walking, Wandern, seit 2004 FE-Gemeinderätin in Ettlingen, seit 2014 Vorsitzende der FE-Fraktion. "Ich möchte mich dafür einsetzen, dass die Stadt die hier ansässigen Firmen noch mehr unterstützt und Neuansiedlungen fördert, um so wohnortnahe Arbeitsplätze zu erhalten und zu schaffen. Dies unterstützt auch berufstätige Mütter und Alleinerziehende in Ettlingen."